Alles, was Du über Henna-Tattoos wissen musst

Mehndi ist ein Hindi-Wort für ein temporäres Tattoo, das aus natürlichem Henna hergestellt und auf Händen oder Füßen gemalt wird. Ein altes Ritual, das heute gerne als Körperschmuck genutzt wird. SHAPE WORLD zeigt Dir alles, was Du über Henna-Tattoos wissen musst.

Henna-Tattoos

In der Vergangenheit wurde diese Technik nur im Osten (insbesondere in Indien) und in Nordafrika für die Dekoration von Bräuten als Zeichen von Glück und Schutz eingesetzt. Heute ist das Tätowieren mit dem Henna jedoch eine rein ästhetische Praxis – also nur zum Spaß.

Diese Tattoos durften im Prinzip nur auf Könige und Priester angewendet werden, aber im Laufe der Zeit haben sie sich auf alle Lebensbereiche ausgebreitet und wurden zu einem der ersten Schmuckwerkzeuge. Heute gelten Henna-Tattoos als Symbol für Schönheit und Verführung.

Während in nordafrikanischen Ländern oft großflächige Muster und geometrische Figuren gemalt werden, sind es in Indien eher verspielte Blumenranken und filigrane Muster.

Wie man Henna verwendet

Das berühmte Henna-Pulver wird aus den getrockneten und pulverisierten Blättern eines Strauches namens Henna gewonnen. Die Mischung sollte mit lauwarmem Wasser und einem Esslöffel Zitronensaft vermengt werden,  um die Dauer der Färbung zu erhöhen. Du kannst auch duftende ätherische Öle oder Rosenwasser sowie Orangenblütenwasser für einen angenehmen Duft hinzufügen. Das Henna-Pulver muss einen sehr intensiven und leuchtend grünen Farbton haben, um eine gute Farbwirkung auf der Haut zu haben. Die Mischung sollte weder zu flüssig noch zu trocken sein, da es sonst schwierig wird es aufzutragen.

Wie lange hält das Henna-Tattoo?

Das Mehndi ist kein permanentes Tattoo, sondern ein temporäres und kann zwei Wochen bis hin zu einem Monat auf der Haut erhalten bleiben. Das hängt sehr stark davon ab, an welcher Stelle des Körpers Du es aufträgst. Das Henna-Tattoo an den Händen verschwindet beispielsweise schneller als am Knöchel. Außerdem ist es kein schmerzhafter Prozess wie bei traditionellen Tattoos, und hinterlässt auf der Haut ein angenehmes Aroma.

Henna-Tattoos selber machen

Du kannst ein Mehndi auch selbst machen, wenn Du Phantasie und vor allem ein gutes handwerkliches Talent hast. Alles, was Du dazu benötigst, ist eine Henna-Tube zum Auftragen (alternativ eignet sich auch ein Zahnstocher), reines Henna-Pulver für die Haut, heißes Wasser oder Schwarztee (verstärkt die Farbe), eine Tattoo-Schablone, Wattestäbchen für Korrekturen und ein Hautöl zur abschließenden Hautpflege. Bevor Du mit der Zeichnung beginnst, versuche die Mischung an einem kleinen Körperteil zu testen, damit Du jegliche Hautirritationen ausschließen kannst. Wenn Du fertig bist, mische Zucker und Zitronensaft und schmiere es auf das Tattoo. Wenn Du es daraufhin mit einem Verband abdeckst, entsteht Wärme, die die Farbe nochmal fixiert.

Wie entfernt man ein Henna Tattoo?

Henna Tattoos lassen sich nicht einfach abwaschen, da die oberste Hautschicht eingefärbt wird. Erst wenn sich die Haut abträgt (das geschieht bei der obersten Hautschicht alle 2-3 Wochen), verliert das Tattoo die Farbkraft.

  • Baden gehen: Weiche Deine Haut ein, indem Du ein heißes Bad nimmst. Danach schrubbst Du die entsprechende Hautpartie nach dem Baden mit einem Handtuch ab. Einige Male wiederholen.
  • Duschen gehen: Schrubb die betroffene Hautstelle sorgfältig mit einem Luffa-Schwamm und reibe sie beim Abtrocknen mit dem Handtuch ab. Auch diesen Vorgang musst Du einige Male wiederholen.
  • Peeling: Du kannst ein sanftes Peeling unter der Dusche durchführen, um die oberste Farbschicht zu entfernen.

 

Die Henna-Tattoos sind wirklich schön (besonders auf gebräunter Haut!) und verleihen Dir den für den Osten typischen Charme. Ein Henna-Tattoo selber machen ist sicher nicht schwierig und ein schöner Spaß. Beim Aufmalen ist nur ein bisschen Feingefühl und Kreativität gefragt. 

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Liebe Grüße aus Köln
Dein Team von Shape World

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